Durchführung - Arbeitskreis Stadtteilentwicklung Kempten-Thingers

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Aufnahme ins Programm „Soziale Stadt"                                                                    << zurück

Im Rahmen einer Neuorientierung der Städtebauförderung wurde im Jahr 1999 von Bund und Ländern ein neues Förder-programm „Stadt– und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ aufgelegt. Als Kernziel des neuen Programms wird genannt, „die Lebenssituation der betroffenen Menschen in benachteiligten Stadtquartieren durch eine aktive und integrativ wirkende Stadtentwicklungspolitik nach-haltig zu verbessern".

Dieses neue Förderprogramm kam genau zur rechten Zeit und passte mit seiner Zielrichtung ideal auf die Problemlage im Stadtteil Thingers. Nach dem das Programm „Die soziale Stadt“ im Sommer 1999 aufgelegt worden und die Bewer-bungsfrist extrem kurz war, hatte sich die Verwaltung dazu entschieden, kurzfristig die Bewerbungsunterlagen für den Stadtteil Thingers zu erarbeiten und einzureichen. Am Ende eines Auswahlverfahrens bei der Obersten Baubehörde wurde Kempten (neben 19 anderen bayerischen Kommunen) in das Förderprogramm aufgenommen. Bereits am 22.10.1999 fand in München eine Auftaktveranstaltung statt, bei der auch die Stadt ihr Projekt präsentieren konnte.

Obwohl das Programm „die soziale Stadt" unter dem Dach der Städtebauförderung lief, handelte es sich dennoch um ein völlig neuartiges Instrument, bei dem neue, innovative Wege beschritten werden mussten. Obwohl die Städtebauför-derungsrichtlinien an sich relativ starr sind, so zeigte sich doch sehr schnell, dass das Programm vor Ort sehr flexibel ausgestaltet werden kann.

Der Stadtratsbeschluss und erste Schritte

Im Juli 1999 hatte sich die Stadt Kempten (Allgäu) erfolgreich um die Aufnahme in das Programm „Soziale Stadt“ bewor-ben und am 09.12.1999 beschloss der Stadtrat offiziell die Teilnahme an diesem Programm sowie die Durchführung vor-bereitender Untersuchungen.
Mit den vorbereitenden Untersuchungen wird das Institut empirica (Berlin) beauftragt. Bei einer Auftaktveranstaltung am 18.03.2000 wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen, unter Begleitung eines externen Moderators, die zentralen Pro-bleme des Stadtteils herausgearbeitet, die Ziele für die künftige Arbeit definiert und ein erster Maßnahmenkatalog er-stellt.

Auf Grundlage der Ergebnisse der Vorbereitenden Untersuchungen wird am 14.12.2000 das Integrierte Handlungskonzept für die baulichen und sozialintegrativen Maßnahmen in der „Sozialen Stadt – Thingers Nord“ vom Stadtrat verabschiedet. Der Stadtrat legt folgende Schwerpunktziele fest, um den Negativtrend in Thingers-Nord zu stoppen und stattdessen eine positive Entwicklung einzuleiten:
- Einer allgemeinen Abwertung des Stadtteils entgegenwirken („Image“)
- Sozialräumliche Segregation verhindern („Struktur“)
- Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen („Integration“)
- Angebote für Jugendliche schaffen („Jugend“)
Ein ganz entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Umsetzung ist laut Dr. Richard Schießl, damaliger Leiter des Amtes für Wirtschaft und Stadtentwicklung bei der Stadt:

„Das Programm lebt davon, dass auch die Bürger von Anfang an einbezogen werden." (Dr. Richard Schießl)

In der Folgezeit stand zunächst die Schaffung der erforderlichen Strukturen im Mittelpunkt. Von entscheidender Bedeu-tung war dabei die Einrichtung eines Quartiersmanagements. Am 19.02.2001 beschließt der Haupt- und Finanzausschuss die Einrichtung eines Quartiersmanagements unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes. Die Laufzeit beträgt zu-nächst drei Jahre. Die förmliche Festlegung als Sanierungsgebiet erfolgt im Stadtrat am 11.10.2001.

Wie viele Einrichtungen und Organisationen mit in den Erneuerungsprozess einbezogen sind, zeigt die folgende Grafik.

Organisation des Erneuerungsprozesses in Thingers-Nord


Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung                                                                                                                                         Stand: 25.09.2001
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