Brennpunkt - Arbeitskreis Stadtteilentwicklung Kempten-Thingers

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Bebauungsplan Thingers-NordDas Projekt "Soziale Stadt Thingers-Nord" der Stadt Kempten (Allgäu):

Das links stehende Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Bebauungsplan mit der geografischen Definition "Thingers-Nord".


Die Ausgangssituation


Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre zieht es immer mehr Menschen in den Norden von Kempten. Ein neuer Stadtteil entsteht:

             Thingers - Mariaberg - Heiligkreuz.

Idyllisch gelegen, umgeben von Wiesen und Wäldern, grenzt er an das Naherholungsgebiet Mariaberg. Laut den damali-gen Prognosen sollte sich die Bewohnerzahl von rund 5000 bis 1980 auf knapp 12000 mehr als verdoppeln. Es entwik-kelt sich eine dichte Bebauung im Stil der Zeit, mit einer Reihe von bis dahin in Kempten unüblichen Hochhäusern. Mitte der 80er Jahre ziehen Menschen aus Siebenbürgen in den neuen Stadtteil. Mit Beginn der 90er Jahre kommen ver-stärkt Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion in den Stadtteil und prägen ihn. Der schubweise Zuzug führt zu einer schnellen Veränderung der Bevölkerungsstruktur, mit wachsenden Spannungen zwischen alteingesessenen und neu zuziehenden Bewohnerinnen und Bewohnern. Der hohe Anteil an Sozialwohnungen hat zudem eine unausgewogene Bevölkerungsstruktur zur Folge. Es dauert nicht lange, bis in den Medien die ersten Schlagzeilen auftauchen, wie „soziales Ghetto“ oder „Thingers – unterschwellig gärt´s im ganzen Viertel“ (Allgäuer Zeitung vom 29.01.1998).


Im Jahr 1998 formiert sich der Arbeitskreis Stadtteilentwicklung Thingers, nachdem es bereits seit 1977 eine Arbeits-gruppe gab, in der sich engagierte Bürger für das Wohl des Stadtteils einsetzten. Ebenfalls im Jahr 1998 werden im Rahmen einer Bürgerversammlung die Probleme im Stadtteil deutlich artikuliert.
Hier wirken mit: Dr. Richard Schießl (Leiter des Referates Wirtschaft, Kultur und Verwaltung) Monika Beltinger (Baureferat), Siegfried Oberdörfer (Integrationsbeauftragter), Pfarrer Wolf Hennings (Vertreter der Arbeitsgruppe, später des Vereins ikarus.thingers e.V.), ein Vertreter der Sozialbau, der Stadtdirektor der Stadt Kempten, später der Quartiers-manager, ein Vertreter der Diakonie. Je nach Thematik sind Vertreter vom Jugend-, Sozialamt, vom Betriebshof oder bei-spielsweise von der Nordschule mit dabei. Seit 1998 bemüht man sich zudem intensiv um die Integration der Russland-deutschen – durch Ausstellungen, Hausaufgabenhilfen, Sprachpaten und ähnliches.

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